Mailversand von selbst programmierten Scripten oder selbst installierter Spezialsoftware
Version 7.1 by Christoph Bußenius on 2024/12/09 10:43
Wen betrifft dieser Artikel?
Dies sind nicht die Maileinstellungen für Endanwender.
Diese Maileinstellungen empfehlen wir zum Beispiel für automatisch verschickte Bestätigungsmails von Webformularen o.ä.
Verbindungsdaten
Wenn es in einer Ubuntu-VM im ESX der ITO ist oder einer ähnlich installierten Linux-Installation:
- SMTP-Server: localhost
- Port: 25
- Kein Login, kein Passwort
- Kein TLS/SSL
- Alternativ "sendmail"-Command
Von anderen Rechnern in den internen Netzen der ITO:
- SMTP-Server: mail.cit.tum.de
- Port: 587 (oder 25) mit StartTLS oder Port 465 mit smtps
- Kein Login, kein Passwort (evtl. in Zukunft geplant)
Konfiguration als Smarthost:
- SMTP-Server: mailrelay.rbg.tum.de
- Port: 25
Bitte beachten
Es ist wichtig, dass Sie diese Hinweise beachten. Was passiert, wenn Sie es nicht beachten?
- Wenn Ihre Mails von Benutzern externer Provider (z.B. Outlook.com) als Spam markiert werden oder dort automatisch als Spam erkannt werden, kann es sein, dass dieser Provider unseren Mailserver auf eine Sperrliste setzt. Im schlimmsten Fall kann dann niemand an der CIT mehr E-Mails versenden.
- Bei falscher Konfiguration kann es auch leicht passieren, dass Mails in großer Anzahl entstehen, die unser Mailsystem überlasten
- Sie laufen Gefahr, dass wir Ihren Host sperren
- Sie laufen Gefahr, dass Ihr Host automatisch gesperrt wird von uns oder vom LRZ
- Ihre Benutzer können Ihre Services im wichtigsten Moment nicht benutzen, Ihr Projekt scheitert
Deswegen folgende Hinweise:
- Schicken Sie niemandem Mails gegen ihren Willen. Idealerweise sollten sich alle Empfänger vorher explizit einverstanden erklärt haben, dass Sie Mails von Ihnen erhalten werden, und aus der Mail sollte explizit hervorgehen, warum die Empfänger sie erhalten.
- Schicken Sie von einer gültigen Absenderadresse. Verwenden Sie keinen Absender wie "noreply@...". Es ist wichtig, dass auch Bounces an diese Adresse geregelt empfangen werden können. Sonst können Double Bounces entstehen, was insbesondere in größerer Anzahl das Mailsystem belasten kann.
- Testen Sie, was mit Bounces passiert, falls Ihr Script an eine nichtzustellbare Adresse schickt.
- Testen Sie, ob Ihre Mails von externen Providern oder von einer Software wie SpamAssassin als Spam eingestuft wird.
- Wenn Sie HTML-Mails versenden, fügen Sie eine Plain-Text-Version mit ein.
- Überlegen Sie, wie viele Mails in Ausnahmesituationen entstehen können, und implementieren Sie ggf. ein Ratelimit. Hinweise zu Massenmails
- Statt große Attachments (inbesondere an viele Empfänger gleichzeitig) zu verschicken, suchen Sie nach einer anderen Lösung, z.B. File Hosting.
Hinweise hauptsächlich für selbstprogrammierte Scripte / Anwendungen:
- Setzen Sie alle Header auf korrekte Werte.
- Der Header "Date" muss auf ein syntaktisch korrektes Datum gesetzt werden, es soll nicht in der Vergangenheit oder Zukunft liegen. Verwenden Sie Libraries o.ä., um den Header zu erzeugen.
- Der Header Message-ID sollte auch von einer Library erzeugt werden.
- Implementieren Sie Fehlerbehandlung, wenn der SMTP-Server oder das sendmail-Command einen Fehler liefert.