Wiki source code of Lehrstuhlmailserver
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author | version | line-number | content |
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1 | = Lehrstuhl-Mailserver = | ||
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3 | Jeder Lehrstuhl benötigt einen Mailserver, an den alle E-Mails, die an einen Host (Arbeitsplatzrechner / Laptop / VM / Server) der zu einem Lehrstuhl gehört, adressiert sind. Mit diesem lehrstuhleigenen Mailserver können auch Mailinglisten (E-Mail-Verteiler) vom Lehrstuhl selbst erstellt verwaltet werden. | ||
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5 | Die RBG stellt hierfür virtualisierte Mailserver bereit und empfiehlt auch nachdrücklich diese zu benutzen, da eine korrekt funktionierende E-Mail-Infrastruktur damit sehr leicht gewährleistet wird. | ||
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9 | {{toc/}} | ||
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13 | == Konfiguration virtueller Lehrstuhlmailserver der RBG == | ||
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15 | Falls Sie einen virtuellen Mailserver benutzen wollen, aber noch keinen haben, wenden Sie sich bitte an die Systemgruppe (rbg-system@in.tum.de)! | ||
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17 | Die Konfiguration der virtuellen Mailserver wird vom ##lsadmin## -Server verwaltet. Unter {{html wiki="true"}} | ||
18 | <span>/tuminfo///lehrstuhl//</span> | ||
19 | {{/html}} ist die Konfiguration des jeweiligen Lehrstuhls zu finden. | ||
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21 | === Schnelleinstieg === | ||
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23 | 1 Loggen Sie sich per SSH auf ##lsadmin.informatik.tu-muenchen.de## mit Ihrer Informatik-Kennung und dem LDAP (Hallen-) Passwort ein. | ||
24 | 1 Wechseln Sie in Ihr Mailserver-Verzeichnis: ##cd /tuminfo/lehrstuhl## - das genau Verzeichnis hat Ihnen die RBG mitgeteilt. | ||
25 | 1 Tragen Sie in der Datei ##users## die Informatik-Kennung (Loginname, bestehend aus 8 Buchstaben) aller Mitglieder des Lehrstuhls ein - damit werden alle E-Mails an {{html wiki="true"}} | ||
26 | <span class="WYSIWYG_TT">//kennung//@//lehrstuhlhost//.informatik.tu-muenchen.de</span> | ||
27 | {{/html}} an {{html wiki="true"}} | ||
28 | <span class="WYSIWYG_TT">//kennung//@informatik.tu-muenchen.de</span> | ||
29 | {{/html}} weitergeleitet. | ||
30 | 1 Tragen Sie in der Datei ##aliases## für root (unter dem Kommentar ### Person who should get root's mail##) gültige Adresse(n) ein - zum Beispiel {{html wiki="true"}} | ||
31 | <span>Ihre Kennung</span> | ||
32 | {{/html}} oder eine Mailing-Liste ein. | ||
33 | 1 Tragen Sie in {{html wiki="true"}} | ||
34 | <span class="WYSIWYG_TT">lists/wma-//lehrstuhl//</span> | ||
35 | {{/html}} alle Mitglieder des Lehrstuhls ein, die E-Mails vom Informatik-Mitarbeiter-Verteiler erhalten sollen. Im allgemeinen kann diese Datei exakt der {{html wiki="true"}} | ||
36 | <span class="WYSIWYG_TT">users</span> | ||
37 | {{/html}}-Datei entsprechen. | ||
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39 | === Dokumentation === | ||
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41 | Folgende Dateien werden von Ihnen auf dem virtuellen Mailserver verwaltet: | ||
42 | * ##users## - Alle Login-Kennungen von Mitgliedern des Lehrstuhls sollten hier stehen, damit alle E-Mails an Hosts des Lehrstuhls an die entsprechenden Informatik E-Mail-Konten weitergeleitet werden können. (Damit das funktioniert, muss für jedes Benutzerkonto das auf einem Lehrstuhl-Host angelegt wird, auch eine Informatik-Kennung vergeben sein.) | ||
43 | * ##lists## - Hier können Mailinglisten (einfache E-Mail-Verteilerlisten) angelegt werden. | ||
44 | * ##aliases## - Funktionskennungen und Systemaccounts sind hier als Aliase eingetragen. | ||
45 | Alle Adressen in aliases oder einer Mailingliste müssen als endgültige Zieladresse(n) eine in users aufgelistete Kennung, für lehrstuhl-externe Informatik-Kennungen die Adresse kennung@informatik, oder eine Adresse mit vollständig qualifizierter Domain (z.B. mustermann@gmail.com) haben. | ||
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47 | Richtlinien: | ||
48 | * Die Datei ##users## listet alle Informatik-Kennungen auf, die auch auf diesem Department-Mailserver eine Adresse haben sollen. Insbesondere müssen hier alle Benutzer aufgelistet werden, die auf Ihren VM-Servern arbeiten! Neue Mitarbeiter sollten hier regelmäßig eingepflegt werden. | ||
49 | * Neue Mitarbeiter sollten außerdem jeweis in die Mailingliste {{html wiki="true"}} | ||
50 | <span class="WYSIWYG_TT">wma-//lehrstuhl//</span> | ||
51 | {{/html}} eingetragen werden, die als Datei im jeweiligen Verzeichnis "lists" liegt. Die Adresse mitarbeiter@in.tum.de wird an alle wma-* weitergeleitet. | ||
52 | * Alle Hosteinträge (VMs, Desktops, Drucker u.a.) eines Lehrstuhls sollten in der RBG-Hostdatenbank als MX den "maillehrstuhl" eingetragen haben. Ausnahmen sind in der Regel nur Server, die speziell konfigurierte SMTP-Dienste betreiben (z.B. OTRS, eigene Mailstores, ...) | ||
53 | * Wer die root-Mails an dem Lehrstuhl bearbeiten (empfangen) soll, wird in der jeweiligen aliases-Datei eingetragen. | ||
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55 | === Wenn man trotzdem einen eigenen Lehrstuhlmailserver betreiben möchte === | ||
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57 | Wir raten auf jeden Fall davon ab, einen eigenen, nicht von der RBG verwalteten Mailserver für Ihren Lehrstuhl zu betreiben. | ||
58 | Sollten Sie dies trotzdem tun wollen, beachten Sie bitte folgende Hinweise und halten Sie Rückspache mit der RBG Systemgruppe! | ||
59 | Als Relayhost muss mailrelay.informatik.tu-muenchen.de verwendet werden. Die gilt für alle Zieladressen. | ||
60 | E-Mails können nicht direkt verschickt werden. Dies bedeutet auch, dass sich E-Mails auf unserem Relayserver stauen, sollte Ihr Mailserver nicht erreichbar sein. Dies beeinträchtigt die Mailinfrastruktur und sollte natürlich vermieden werden. | ||
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62 | Aus demselben Grund folgender Hinweis bzgl. SMTP: Wenn Sie ihren Server im SMTP-Dialog E-Mail ablehnen lassen, tuen Sie das bis auf Ausnahmefälle mit einer 500er permanent Error, nicht mit einer 400er Antwort. | ||
63 | Sonst stauen sich auf den Servern der RBG unnötig E-Mails.Als Mailserver empfehlen wir Postfix. Die Mailinfrastruktur der RBG basiert ebenfalls auf Postfix - hier können wir mit unserem Wissen helfen. | ||
64 | Schränken Sie den Empfang von E-Mail auf ihr eigenes Netz, und das interne Server-Netz der RBG (131.159.254.0/23). Nie kann legitime E-Mail aus einem anderen Netz ankommen. | ||
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66 | Beim Umschreiben, bzw. beim Setzen von Quelladressen sollte auf jede Art von Masquerading verzichtet werden. Konkret: Schicken Sie E-Mail mit Adressen in der Art: adresse@hostname.in.tum.de. | ||
67 | Der Hostname sollte auf keinen Fall weggelassen werden! Das gilt immer für From-Adressen und oft für To-Adressen (je nachdem was Sie wollen). | ||
68 | Lassen Sie das Mailrelay der RBG die nötigen Umschreibungen machen. Grund dafür ist, dass sonst Bounces nicht richtig zugestellt werden können. Leider weicht das in der Regel von der Default-Einstellung der Mailsysteme ab, die in der Regel den Hostnamen wegschneiden wollen. | ||
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70 | === Konfiguration von Workstations und Servern === | ||
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72 | Workstations oder auch Server, die nicht speziell mit dem Versand von E-Mail befasst sind, sollten natürlich trotzdem in der Lage sein, E-Mail zu verschicken. E-Mail empfangen müssen und sollten sie nicht können, dazu sollte ein einzelner Lehrstuhl-E-Mail-Server abgestellt sein, wie oben beschrieben. Mit der Beschränkung auf E-Mail-Versand kann die Konfiguration von Mail einfach gehalten werden. Eine solche Konfiguration wird oft als Nullclient bezeichnet. | ||
73 | In der Regel benötigen nur Unix/Linux-Maschinen eine Mail-Konfiguration, Windows nicht. Unix braucht sie jedoch unbedingt, allein schon des cron wegen. | ||
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75 | Folgende allgemeine Hinweise gibt es zu beachten: | ||
76 | * Ein Nullclient sollte kein Masquerading betreiben, d.h. er sollte sich immer mit vollem Domainnamen ausweisen. Das ist sehr wichtig und weicht leider in der Regel von der Defaultkonfiguration aller Linux-Distributionen ab. | ||
77 | * Alle Mails sollten direkt ohne Umwege an einen Smarthost geschickt werden, der eine intelligentere E-Mail-Konfiguration besitzt. Wenn der letzte Hinweis beachtet wurde, kann und sollte als Smarthost (oder Relayhost) mailrelay.in.tum.de eingetragen werden. Alternativ ist auch der Lehrstuhl-Mailserver möglich. Weitere Manipulationen sollte der Nullclient nicht vornehmen. | ||
78 | * Ein Nullclient sollte nie E-Mail annehmen, d.h. er sollte insbesondere auch nicht auf dem TCP-Port 25 Verbindungen zulassen. |